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cover katalogStella Geppert // ach so // Objekte / Installationen / Interventionen, Revolver – Archiv für aktuelle Kunst, Frankfurt am Main, 2006  
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Zum einen arbeitet Stella Geppert mit dem Moment des Analogischen. Durch die äußerliche, funktionale oder strukturelle Ähnlichkeit passt sich die Arbeit scheinbar dem Raum an, manchmal so weit, dass der Kunstcharakter fast negiert wird. Zum anderen ist ihr Vorgehen subversiv im Sinne der gleichzeitigen bewussten Störung oder Unterwanderung der scheinbar so reibungslosen Allianz von Kunst und Leben. Diese Störung erfolgt durch Veränderung von verschiedenen Parametern, jeweils abhängig vom Ort und der Absicht der Künstlerin. Mit dieser, einem Hacker ähnelnden Strategie gelingt es ihr, Schwachpunkte des zivilisatorischen Ist-Zustandes offen zu legen und unsere soziale Raumerfahrung durch das Aufzeigen geistiger und körperlicher Aktionsmöglichkeiten zu erweitern.
Jule Reuter / Soziale Räume im Fokus bildhauerischer Feldforschung

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Für Gepperts Vorgehensweise ist Lefèbvres „Theorie des differenziellen Stadtraums“ von Belang, die er im Kontrast zum homogenen Raum ländlicher und industrieller Nutzung 1970 als komplexes Gefüge aus Isotopien, Heterotopien und Utopien entwickelt hatte. (...) Diesen imaginativen Moment, der – sofern er sich gelingend einstellt – als reine Dynamis vibriert, entzünden die Werke als kleine Ekstasen aus dem Hin und Her zwischen Bestimmung und Nichtbestimmung. (...) Der Passant fällt kurz und gebannt aus der linearen Zeit und hält inne. Die Gewohnheit des Gangs, die Berechenbarkeit des Wegs, der Fluss der eigenen Gedanken werden gestoppt – als sei ein kleiner Unfall geschehen, dessen Ausgang noch nicht geklärt ist.
Peter Herbstreuth / Die Inszenierung des öffentlichen Raums Performative Räume von Stella Geppert

       
 

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Stella Geppert // Unabhängig von der Lage //
Textem Verlag, Hamburg, 2010
Titelblatt: Both at the Same Time, 2009
Fingerabdrücke auf Papier, zur selben Zeit, auf gleicher Höhe.

 
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SB Auch die Kataloge „ach so“ und „Unabhängig von der Lage“ nehmen deinen spielerischen wie experimentellen Umgang mit „Raum“ auf. In der konzeptionellen Gestaltung drückt sich die deinen Arbeiten innewohnende Dynamik aus. Kaffeefleck und Fingerabdruck fordern unseren kriminalistischen Spürsinn heraus. Subtiler Humor und formale Strenge liegen sowohl bei deinen Publikationen als auch in deinen Arbeiten nah beieinander.
SG Der Kaffeefleck stört. Er greift alltägliche beiläufige Handlungen auf und markiert die Stelle, an der mittels der Tasse „Platz eingenommen“ wurde. Der Katalog wird so zum Gebrauchsgegenstand. Der Benutzer des Kataloges gerät in Versuchung, die Spuren seiner eigenen Nachlässigkeit zuzuschreiben. Die Autorenschaft dieser Aktion möchte geklärt werden und leitet das Verfolgen der Handlungen ein.
Stefanie Böttcher / Stella Geppert: Enter and Change

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Stella Geppert verwendet Geläufiges, ja bis zum Überdruss Bekanntes in beharrlich unverwandter, fremdartiger Weise. Sie balanciert: den Raum, den Raum als Rahmen, den Körper, die Bewegung, und hier ist die Bewegung ein ausgewachsenes, zweiköpfiges Stoß-mich-zieh-dich. Es ist ein Ritual, welches hier zur Ausstellung kommt.
Nora Sdun: Besen, Besen Manöver zur Herstellung von reiner Unmittelbarkeit

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